Datenschutzerklärung
Hinweis: Entwurfsfassung während der geschlossenen Pre-Alpha. Der gesamte Text wird vor der öffentlichen Beta juristisch geprüft.
1. Verantwortlicher
Markus Thaier, Fischerweg 9, 5400 Hallein, Österreich
E-Mail: pouch@agentmail.to
2. Das Wichtigste in Kürze
- Diese Website setzt keine Cookies und keine Tracker ein und lädt keine Analyse-Skripte. Deine Wahl von Hell/Dunkel und weggeklickte Hinweise merkt sich dein Browser lokal (localStorage) — diese Angaben verlassen dein Gerät nicht und werden von uns nicht ausgelesen. Gespeichert wird dabei nur, was du selbst anklickst; ein blosser Seitenaufruf schreibt nichts.
- Deine vollständige Pouch-Akte (Gedächtnis, Skills, Projekte) liegt auf deinem Gerät. Ausnahme, die wir hier nennen statt sie zu verschweigen: Legst du ein Recovery-Backup an, liegt die Akte zusätzlich verschlüsselt auf unserem Server — zu öffnen nur mit deinem Passwort, das wir nicht kennen (Abschnitt 5). Was du für einen KI-Chat freigibst, geht lesbar an den von dir gewählten Anbieter (z. B. ChatGPT oder Claude) — das entscheidest ausschließlich du, Anfrage für Anfrage.
- Für die Anmeldung zur Warteliste speichern wir deine E-Mail-Adresse verschlüsselt und nutzen sie nur für die manuelle Freischaltung durch uns und den Versand deines Download-Links.
3. Hosting dieser Website
Diese Website wird als statische Seite über Cloudflare Pages ausgeliefert (Cloudflare, Inc., 101 Townsend St, San Francisco, CA 94107, USA). Beim Aufruf verarbeitet Cloudflare technisch notwendige Verbindungsdaten (IP-Adresse, Zeitpunkt, abgerufene Ressource) zur Bereitstellung und Absicherung des Dienstes. Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an sicherer, performanter Auslieferung). Übermittlung in die USA auf Grundlage von Standardvertragsklauseln bzw. des EU-US Data Privacy Framework.
Zusätzlich erhöhen wir bei jedem Seitenaufruf einen einfachen Zähler auf unserem eigenen Server (anonyme Reichweitenmessung). Dabei werden weder Cookies gesetzt noch IP-Adressen oder andere Kennungen gespeichert — es entsteht kein Personenbezug und keine Wiedererkennung einzelner Besucher. Zusätzlich zum reinen Aufruf erfassen wir die Sprache der aufgerufenen Seite und eine grobe Herkunftskategorie (z. B. „über Discord") — weiterhin ohne Cookies, IP-Speicherung oder Wiedererkennung. Sendet dein Browser das Do-Not-Track-Signal, unterbleibt die Zählung. Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an einer groben Übersicht über die Nutzung dieser Seite).
4. Anmeldung zur Warteliste („Tester werden")
Die Anmeldung zur Warteliste erfolgt auf einer separaten Seite, und du hast die Wahl zwischen zwei Wegen:
- Mit deiner E-Mail-Adresse — du gibst sie ein und bestätigst sie mit einem Code, den wir dir schicken. Kein Dritter ist beteiligt.
- Über dein Google-Konto (Google Ireland Ltd., Gordon House, Barrow Street, Dublin 4, Irland). Dabei erhalten wir von Google deine verifizierte E-Mail-Adresse — und sonst nichts. Für diesen Weg lädt die Seite ein Skript von Google; es ist das einzige externe Skript auf der ganzen Website.
Beide Wege führen zum selben Ergebnis: Wir kennen deine E-Mail-Adresse und verarbeiten sie zu genau einem Zweck — Führung der Warteliste und Freischaltung für die geschlossene Pre-Alpha.
Zusätzlich stellen wir dir acht Fragen — alle freiwillig. Du kannst die Anmeldung ohne eine einzige Antwort abschicken; sie helfen uns nur bei der Reihenfolge der Freischaltungen. Gefragt wird: wie oft und mit welchem KI-Chat du arbeitest, welches Gerät du benutzt, ob eine Web-App für dich in Frage käme, wofür du Pouch benutzen würdest, ob du jemanden kennst, der ebenfalls testen möchte, ob du uns Rückmeldung geben würdest und ob du bereit bist, eine App außerhalb des Play Store zu installieren. Deine Antworten liegen verschlüsselt auf demselben Server wie die Adresse und werden von uns gelesen, um zu entscheiden, wer als Nächstes drankommt — sie fließen in keine Auswertung und werden nicht weitergegeben.
Zwei dieser Fragen sind Freitextfelder. Nennst du dort eine andere Person („Kennst du jemanden, der auch dabei wäre?"), verwenden wir das nur, um euch nach Möglichkeit gemeinsam freizuschalten — ein CrewPouch braucht mindestens zwei Menschen. Wir schreiben diese Person nicht von uns aus an.
- Speicherung: verschlüsselt bzw. als kryptografischer Hash auf einem Server in Österreich. Die tägliche Sicherung dieser Datenbank liegt zusätzlich verschlüsselt bei Google Drive — lesbar nur für uns, Aufbewahrung 30 Tage (Abschnitt 5).
- Benachrichtigungen: Du erhältst Transaktions-E-Mails zu deiner Anfrage (Eingang, Freischaltung bzw. Absage) — keine Werbung, kein Newsletter. Versand über AgentMail (USA, Standardvertragsklauseln).
- Auswertung mit KI: Schreibst du uns, kann der Text deiner Nachricht mit einem Sprachmodell von Anthropic ausgewertet oder eine Antwort damit entworfen werden. Übermittelt wird nur, was du geschrieben hast. Möchtest du das nicht, schreib es dazu — dann bleibt es zwischen uns.
- Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen auf deine Anfrage) für die E-Mail-Adresse, Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung) für die freiwilligen Angaben.
- Speicherdauer: bis zum Ende des Beta-Programms oder bis zu deiner Löschanfrage; abgelehnte Anfragen werden spätestens nach 6 Monaten gelöscht.
5. Die Pouch-App
Die App speichert deine Akte lokal auf deinem Gerät — verschlüsselt mit einem Schlüssel, der im Android-Keystore liegt und das Gerät nicht verlässt. Der Vermittlungsdienst (Relay) leitet Anfragen zwischen deinem KI-Chat und deinem Gerät durch und speichert dabei so wenig wie möglich; Freigaben an Freunde, Sensorantworten und Recovery-Backups nimmt er nur verschlüsselt an, unverschlüsselte Inhalte weist er ab (das optionale Recovery-Backup kannst nur du mit deinem Passwort entschlüsseln). Die vollständige Datenschutzerklärung der App findest du in der App unter Einstellungen → Updates & Hilfe → Rechtliches — jederzeit, in der Fassung, der du zugestimmt hast.
Nicht verschlüsselt liegen dort einige Metadaten, die der Dienst zum Arbeiten braucht: deine E-Mail-Adresse und dein Anzeigename als Kennung deines Kontos, die Namen deiner CrewPouches samt Mitgliedschaft und Freigabestufe, die Dateinamen und -typen von Anhängen, die Bezeichnungen, die du deinen KI-Verbindungen selbst gibst, das Absenderlabel an einer Freigabe, Name und E-Mail-Adresse in einer Freundschaftsanfrage, die Namen, die du Bindungscodes für weitere Geräte gibst, sowie die Absenderdaten eines Feedback-Berichts. Deine Fakten, Projekte und Skills sind nicht darunter — sie erreichen den Vermittlungsdienst nie.
Damit ein Defekt an unserem Rechner deinen Zugang nicht mitnimmt, sichern wir die Datenbank des Vermittlungsdienstes täglich ausser Haus auf Google Drive. Die Sicherung wird vor dem Hochladen verschlüsselt; den Schlüssel haben nur wir, Google kann den Inhalt nicht lesen. Gesichert werden die eben genannten Kontodaten und Metadaten — nicht der Inhalt deiner Akte, der liegt auf deinem Gerät und kommt dort nie vor. Die Kopien werden 30 Tage aufbewahrt: Eine Löschung wirkt im laufenden Betrieb sofort, in den älteren Sicherungen erst nach Ablauf dieser Frist.
6. Freunde-Funktion und Sensorfreigaben
In der App kannst du andere Pouch-Nutzerinnen und -Nutzer als Freunde bestätigen und ihnen einzelne Freigaben erteilen — etwa das Recht, den Akkustand oder den Standort deines Geräts abzufragen. Diese Freigaben können als Dauerfreigabe erteilt werden, sodass keine Einzelbestätigung mehr nötig ist.
- Rechtsgrundlage ist deine Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO). Du erteilst jede Freigabe selbst und kannst sie in der App jederzeit widerrufen; der Widerruf wirkt für die Zukunft.
- Abfragen sind nur von beidseitig bestätigten Freunden möglich und nur für die Datenarten, die du diesem Freund ausdrücklich freigegeben hast.
- Der abgefragte Wert wird auf deinem Gerät für den anfragenden Freund verschlüsselt. Der Vermittlungsdienst (Relay) leitet ihn nur durch und kann ihn nicht mitlesen. Ist der Schlüssel des Anfragers nicht verifiziert, wird gar nichts gesendet.
- Als geheim markierte Einträge werden beim Teilen ausgeschlossen — es gibt keinen Weg, sie doch mitzuschicken.
- In einem CrewPouch gilt deine Freigabe zeitlich begrenzt: Beim Einbringen legst du fest, wie lange Anwesenheit als Zustimmung zählt. Danach antwortet dein Gerät nicht mehr von selbst.
- Wenn du den Standort eines Geräts freigibst, das auch von anderen Personen genutzt wird, entscheidest du über deren Daten mit. Erteile solche Freigaben nur mit deren Wissen.
7. Verfügbarkeit: Fragen statt Daten
Seit Version 0.44 kann ein verbundener KI-Chat fragen, ob du zu einer bestimmten Zeit Zeit hast. Die Antwort lautet ja, nein oder unklar — nichts sonst. Titel, Orte, Teilnehmer und Notizen deiner Termine werden gar nicht erst gelesen, und gerechnet wird ausschließlich auf deinem Gerät: Es geht keine Kalenderabfrage an einen Server, weder an unseren noch an einen fremden.
- Rechtsgrundlage ist deine Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO). Die Kalenderberechtigung wird nicht beim Einrichten abgefragt, sondern erst, wenn eine solche Frage tatsächlich gestellt wird.
- Ohne einen von dir ausgewählten Kalender antwortet Pouch gar nicht.
- Zeiten werden auf 15 Minuten gerundet, und die Zahl der Fragen ist begrenzt — damit sich dein Kalender nicht durch viele kleine Fragen zusammensetzen lässt.
- Ehrlich dazu gesagt: Auch mit diesen Grenzen verrät jede Antwort etwas. Deutlich weniger als der Kalender selbst, aber nicht nichts.
7z. Vorab-Regeln: einmal entscheiden statt jedes Mal
Ab Version 0.47.4 kannst du für diese drei Fragearten eine Vorab-Regel erteilen, statt jede einzelne Frage am Gerät zu bestätigen.
- Was eine Regel umfasst: eine bestimmte Verbindung, eine bestimmte Art von Frage, ein Ende und eine Höchstzahl. Beides ist Pflicht — es gibt keine unbefristete und keine unbegrenzte Regel.
- Was sie nie umfasst: alles, was Rohdaten herausgibt (etwa den Standort selbst oder einen Sensorwert), sowie jede Änderung an deiner Akte. Für private und secret bleibt es ausnahmslos bei der Freigabe am Gerät.
- Rechtsgrundlage ist deine Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO). Du kannst eine Regel jederzeit widerrufen; der Widerruf wirkt sofort, auch mitten in einem laufenden Gespräch.
- Nachvollziehbar: Jede Nutzung einer Regel steht im Protokoll und zählt gegen ihre Höchstzahl.
- Ehrlich dazu gesagt: Eine Regel ist eine Erleichterung, keine Blankovollmacht — aber sie verschiebt eine Entscheidung nach vorn. Wer sie weit fasst, entscheidet einmal für viele Fälle, die er noch nicht kennt.
7a. Budget: Fragen statt Kontostand
Ab Version 0.46.33 kann ein verbundener KI-Chat außerdem fragen, ob ein Betrag in einem Rahmen liegt, den du dir selbst gesetzt hast. Die Antwort lautet ja, nein oder unklar — nichts sonst. Pouch hat keinen Zugang zu Konten, Karten, Banken oder Zahlungsdiensten: Der Rahmen ist eine Zahl, die du in der App einträgst, und sie bleibt verschlüsselt auf deinem Gerät.
- Rechtsgrundlage ist deine Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO). Ohne gesetzten Rahmen antwortet Pouch gar nicht.
- Der gesetzte Rahmen selbst geht nie hinaus und lässt sich auch nicht erfragen — hinaus geht nur ja/nein/unklar samt angefragtem Zweck.
- Antworten werden auf Geldstufen gerundet, und die Zahl der Fragen ist begrenzt — damit sich dein Rahmen nicht durch viele kleine Fragen einkreisen lässt.
- Ehrlich dazu gesagt: Wer oft genug fragt, erfährt die Rasterstufe, in der dein Rahmen liegt. Nicht den Betrag selbst.
7b. Orte: Fragen statt Standort
Ab Version 0.46.33 kann ein verbundener KI-Chat außerdem fragen, ob du gerade an einem Ort bist, den du selbst hinterlegt hast. Die Antwort lautet ja, nein oder unklar — nichts sonst. Einen Ort legst du an, indem du dort bist: Es gibt keine Karte und keine Adresssuche, weil beides Daten an einen fremden Dienst schicken würde. Gerechnet wird ausschließlich auf deinem Gerät.
- Rechtsgrundlage ist deine Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO). Die Standortberechtigung wird nicht beim Einrichten abgefragt, sondern erst, wenn du einen Ort anlegst.
- Koordinaten, Umkreis und Entfernung gehen nie hinaus und lassen sich auch nicht erfragen. Der Fragende kann auch keinen eigenen Umkreis mitgeben — sonst ließe sich dein Standort aus mehreren Antworten einkreisen.
- Höchstens acht Orte, und die Zahl der Fragen ist begrenzt. Ist dein Standort zu alt oder ungenauer als der Umkreis, lautet die Antwort unklar statt einer Vermutung.
- Ehrlich dazu gesagt: Wer über den Tag oft genug fragt, erkennt ein Bewegungsmuster — nicht deinen Aufenthaltsort, aber die Abfolge von „dort" und „nicht dort".
7c. Orte bei Kontakten: fragen, ohne zu orten
Ab Version 0.47.4 kannst du einen Freund fragen, ob er an einem Ort ist — und er kann dich fragen. Die Antwort lautet ja, nein oder unklar, nichts sonst. Gerechnet wird ausschließlich auf dem Gerät des Gefragten, gegen dessen eigene hinterlegte Orte.
- Es ist eine eigene Freigabe. Wer dir den Standort freigegeben hat, hat damit noch keine Ortsfrage erlaubt, und wer Ortsfragen erlaubt, gibt keine Koordinaten frei. Genau darin liegt der Sinn: Du kannst wissen lassen, dass du angekommen bist, ohne dich orten zu lassen.
- Koordinaten, Entfernung und die Ortsliste des Gefragten gehen nie hinaus; auch der Ortsname in der Antwort ist der, den der Fragende selbst genannt hat.
- Rechtsgrundlage ist die Einwilligung beider Seiten (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO). Die Freigabe lässt sich in der App jederzeit widerrufen; der Widerruf wirkt für die Zukunft.
- Die Zahl der Fragen ist doppelt begrenzt — je fragender Verbindung und je Kontakt. Auch eine Antwort „diesen Ort kenne ich nicht“ zählt mit, sonst ließe sich die Ortsliste des Gefragten kostenlos durchprobieren.
- Ehrlich dazu gesagt: Wie bei 7b verrät jede Antwort etwas — und anders als dort ist es hier eine andere Person, über die das etwas verrät.
8. Deine Rechte
Du hast nach der DSGVO das Recht auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung, Datenübertragbarkeit und Widerspruch. Wende dich dazu formlos an die oben genannte E-Mail-Adresse. Außerdem hast du das Recht auf Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde, in Österreich: Datenschutzbehörde, Barichgasse 40–42, 1030 Wien, dsb.gv.at.
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